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Die vorrangige Aufgabe einer Lehrkraft ist es nicht, zu beweisen, dass tatsächlich sexuelle Gewalt ausgeübt wurde, sondern für das Thema offen zu sein und dem Kind zu signalisieren, dass es ihr vertrauen kann.

Sie bemerken Auffälligkeiten wie z.B. Sozialen Rückzug, Enthemmung, Somatisierung, einen Geheimnisdruck (siehe hierzu auch Grundlegendes/Symptome und Signale):


Die Hoffnung, dass Kinder nach Übergriffen schon bald über das Geschehen berichten, bewahrheitet sich i. d. R. zunächst nicht. In dieser Pha¬se gilt es Geduld zu bewahren und die Vertrauensbasis zum Kind oder Jugendlichen zu stärken. Sie sollten dabei der eigenen Wahrnehmung trauen und gefühlsmäßig aufmerksam auf Zwischentöne reagieren. Nicht alle Betroffenen sind "nette" Kinder oder Jugendliche. Auch schwierige Schüler und Schülerinnen können betroffen sein. Nicht jede Lehrkraft hat zu jedem Kind einen gleich guten Kontakt, aber sie kann eine Vertrauensperson im Kollegium oder bei einer Fachstelle einschalten.